• Andreas Haider

Optimale PDF-Einstellungen

PDF-Standard? Farbmanagement? Viele sind sich unsicher, welche der zahlreichen Einstellmöglichkeiten die richtige für einen perfekten Druck ist.


Eine der häufigsten Fragen, die Kunden an uns herantragen ist, wie sie das optimale PDF aussehen muss. Die Adobe-Suite bietet von Haus aus eine Vielzahl an Einstellmöglichkeiten. Da wird es oft schwierig, das richtige Werkzeug herauszufiltern.


Auch wenn es völlig logisch klänge, die Voreinstellung "qualitativ hochwertiger Druck" ist nicht unbedingt die beste Wahl.



PDF/X

Dieser Standard wurde speziell für den Austausch von Druckdaten konzipiert ("x" steht für "exchange"). Das PDF/X-Format stellt sicher, dass bestimmte Grundvoraussetzungen für den Druck erfüllt sind, zum Beispiel, dass Schriften und Bilder eingebettet sind oder der richtige Farbraum enthalten ist.

Grundvoraussetzungen wie eine gute Bildauflösung oder das Vorhandensein eines entsprechenden Anschnittes (vulgo "Überfüller") müssen allerdings schon im Designprozess entsprechend berücksichtigt werden.



Grundsätzlich gibt es 3 wichtige Versionen:


PDF/X-1a erlaubt ausschließlich CMYK und Sonderfarben (Pantone, HKS etc.) jedoch keine ICC-Profile. Daten werden standardmäßig zu CMYK konvertiert (Coated FOGRA 39).

Transparenzen werden automatisch für den Druck vereinfacht, sodass diese korrekt wiedergegeben werden. Durch diese Transparenzreduzierung kann es im Druck-PDF je nach zomm-Stufe zu feinen weißen oder dunklen Linien am Rand von ehemals transparenten Objekten kommen. Diese Linien können ignoriert werden, sie sind im Druck nicht zu sehen.

Bild 1: Layout mit Transparenzen


Bild 2: PDF nach Transparenzreduzierung


PDF/X-3 ist ähnlich wie X-1a, erlaubt jedoch den Einsatz von RGB, LAB und ICC-basierten Farben. Eine Umwandlung in CMYK erfolgt bei Bedarf in der Druckvorstufe.


PDF/X-4 macht die Verwendung der gleichen Farbräume wie PDF/X-3 möglich, zusätzlich auch Transparenzen und Ebenen. Dies setzt einen Workflow voraus, der Transparenzen zuverlässig und korrekt verarbeiten kann. In der Regel haben jedoch besonders ältere Systeme mit diese Daten große Schwierigkeiten.



Unsere Empfehlung

Wenn Sie keine umfassende Erfahrung im Farbmanagement haben, überlassen Sie unserem Workflow diese heikle Aufgabe und gehen sie grundsätzlich mit PDF/X-1a:2001 auf Nummer sicher. Hier werden die meisten potenziellen Stoplersteine bereits im Vorfeld aus dem Weg geräumt.


  • Wichtig ist es, den eingestellten Anschnitt mit zu exportieren. Setzen Sie als einzigen Markentyp die "Schnittmarken".

  • Und auch wenn es für die Bildschirmansicht schöner aussieht: Verzichten Sie darauf, die Daten als "Druckbögen" zu exportieren. Die resultierende Seitenanordnung wäre falsch.

  • Überprüfen Sie Ihre erstellten Druckdaten visuell mit Hilfe von Acrobat Pro und der Funktion "Ausgabevorschau" (unter "Druckproduktion"). Achten Sie darauf, dass die Funktion "Überdruck simulieren" auf jeden Fall aktiviert ist. Dies ermöglicht Ihnen eine sehr gute Vorschau Ihres Druckergebnisses.


Wichtiger Hinweis am Schluss: Verwenden Sie in Ihrem Dokument transparente Elemente (Schlagschatten, Effekte wie "multiplizieren" o.Ä.), stellen Sie unbedingt sicher, dass diese nicht im direkten Zusammenspiel mit Sonderfarben sind. Diese Kombination führt ansonsten in den meisen Fällen zu fehlenden (Bild-)Elementen. Wandeln Sie in diesem Fall verwendete Sonderfarben vor der PDF-Erstellung in CMYK.


Bei technischen Fragen oder Unsicherheiten wenden Sie sich gerne an unsere Druckvorstufe.

Der einfachste Weg zur Datenübertragung an uns ist übrigens die Verwendung von dws.wetransfer.com.




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